Habt Ihr Euch nicht schon öfters geärgert, wenn Ihr früh aus dem Fenster geschaut habt und Frau Holle wieder am Werk war oder noch ist? Auch Väterchen Frost ist ein hinterlistiger Geselle...

Auto dick eingeschneit oder eisverkrustet - beides ist nicht schön, hält auf und erzeugt kalte Finger und Frust. Auch die Lärmkulisse von "kratzkratz" früh am Morgen läßt einen im Bett stehen. Dafür gibt es eine schöne Möglichkeit, die mein Leder sehr schätzt und mir klamme Finger erspart.

Zeitungspapier oder Karton auf den Scheiben friert fest, vorallem  wenn es tagsüber taut und man keine Lust hat, das nasse Papiermachee rechtzeitig zu entfernen.

Auch die ominösen Plastikscheibenschoner schützen nicht rundum vor Eis und Schnee, im Gegenteil, wenn der Schnee schmilzt, rutscht er zwischen Scheibe und Hülle mit eisigen Folgen.

Besser ist eine Halbgarage, die man über die Karosse stülpt, aber auch die hat Nachteile, erspart die Halbhaut nicht das Schneefegen auf der Restkarosserie...

Mein Erfolgsrezept ist eine Stoff-Vollgarage, passend für die Autogröße, abends drüber gestülpt, mit Gummizügen gesichert, und früh, wenns geschneit hat, anlupfen und den Schnee runterschleudern. Funktioniert bei Pulverschnee einsA, aber auch bei Pappschnee ist das Auto schneller entschneet als wenn man "räumen" müßte. Die Scheiben bleiben eisfrei, das Auto sieht aus wie frisch aus der Garage. Man bekommt keinen Ärger mit der Polizia wegen zu kleinem Guckloch oder Schnee auf dem Dach.

Am besten, man kauft ne gebrauchte, die werden jedenfalls nicht so schnell geklaut, meine Haut ist schon seit 25 Jahren im Einsatz, leicht gelöchert und ausgebleicht, tut aber immer noch hervorragend ihren Dienst. Für "Angsthasen" kann es auch eine Plastikfolie sein, die man sich selbst zurechtschnippelt und verklebt.

Das nasse Ding trockne ich vor der Fahrt im hauseigenen Trockenraum, es geht auch bei doppelt gefaltener Haut sehr schnell. Anschließend wieder rausholen und Auto abends wieder abdecken. Tip: Vorne mit dem Abrollen anfangen, eine Rolle machen, die dann schnell auf die Wäscheleine aufgerollt und nach dem Trocknen wieder richtig zusammengerollt wird. Mit etwas Übung sind Auf-UND Abrollzeiten von unter 1 Minute durchaus machbar.

Bei Sturm muß die Haut festgebunden werden. In die Türen einklemmen bringt nichts, da läuft bei Regen Wasser ins Auto.

Ich bin grade drüber, mir zu überlegen, wie ich Haken mit Gurtzurrer an der Haut festnähe, die bei Sturm in die Felgen eingehängt und gestrafft werden, damit die Haut vor Ort bleibt!

Wer früh die Zeit nicht hat, die Haut aufzuhängen, kann sie zusammengerollt in einer Tüte mitnehmen, und abends die Haut wieder aufziehen. Keine Angst, der Stoff ist so dünn, der trocknet auch bei Frost! Wer Übung hat, kann die Haut auch vor der Arbeit am Arbeitsplatz noch drüberstülpen, wenn es schneien sollte, nach der Arbeit - hui- und man hat wieder ein schneefreies Auto!

Selbst wenn die Haut an der Scheibe festfrieren sollte, ist die Haut leicht abzuziehen und das Scheibeneis leicht zu entfernen, da sich niemals so eine dicke Kruste bilden kann.

Ich möchte meine Haut nicht mehr missen.